Motivation

Ursprung

Das Wort Motivation (Mo|ti|va|ti|on) hat seinen Ursprung in dem lateinischen Wort “movere”, das ins deutsche mit “bewegen” übersetzt werden kann. In der Psychologie findet der Ausdruck sein Forschungsgebiet in der Motivationspsychologie.

Definition

Der Wille, etwas zu erreichen.

Synonyme

  • Ansporn
  • Motiviertheit
  • Motivierung

Psychologische Forschung

Intrinsische vs. extrinsische Motivation

Warum machen wir die Dinge, die wir machen sollen? Hierbei werden grundsätzlich zwei Faktoren unterschieden, die berücksichtigt werden sollten. Zum einen gibt es die intrinsische Motivation. Hierbei werden Dinge bearbeitet, weil wir sie um unser selbst willen tun. Als Beispiel hierfür kann gezählt werden, dass uns die Arbeit einfach Spaß macht, sie unser Interesse befriedigt oder eine Herausforderung darstellt.

Innerhalb der extrinsischen Motivation werden Dinge aufgrund des Wunsches nach Belohnung bzw. Vermeidung von Bestrafung abgearbeitet. Eines der prägnantesten Beispiele hierfür ist wohl der Faktor Geld.

 

Welche Form der Motivation ist nachhaltiger?

“Wenn du liebst, was du tust, wirst du nie wieder in deinem Leben arbeiten müssen”! Konfuzius hatte hiermit vollkommen recht. Arbeit bedeutet Anstrengung und um uns anzustrengen brauchen wir einen gewissen Antrieb. Geld ist für einen kurzen Zeitraum mit Sicherheit ein Boost, der uns produktiv arbeiten lässt. Aber wenn wir das, was wir tun, wirklich gern machen, dann braucht es kaum externe Faktoren die uns zur Arbeit bewegen. Ein großes Ausmaß an extrinsischen Faktoren stellt also keine Sicherheit für nachhaltig, qualitativ hochwertige Arbeit dar. Intrinsische Faktoren sind deutlich stärker zu gewichten. Um das zu erreichen, sollte man seinen Mitarbeitern genug Raum lassen, sich weiterzuentwickeln und Potentiale fördern.

 

Die neue Motivationsforschung

Die Forscher John Barbuto und Richard Scholl erweiterten im Jahr 1998 die Theorie der intrinsischen bzw. extrinsischen Motivation um mehrere Faktoren.

 

Intrinsische Motivation

Interne Prozessmotivation: Ich tue etwas, weil ich es gerne mache. So trainiert ein Sportler seine Sportart über Stunden hinweg, einfach nur deswegen, weil es ihm Spaß macht. 

Internes Selbstverständnis: Hierbei geht es um Idealvorstellungen, die wir im Unterbewusstsein verankert haben. Der Sportler trainiert also, um sein angestrebtes Ziel zu erreichen. Das Leistungsmotiv spielt hierbei eine tragende Rolle.

 

Extrinsische Motivation

Instrumentelle Motivation: Ich tue etwas, weil ich dafür etwas erwarte. So möchte der Sportler nach seinem abgeschlossenen Wettkampf dafür bezahlt werden. 

Externes Selbstverständnis: Wie auch schon beim internen Selbstverständnis, geht es hierbei um Idealvorstellungen. Diesmal allerdings um die Idealvorstellungen des Umfeldes. Der Sportler eines Teams, übernimmt so Aufgaben, die seiner Position zugeschrieben werden können. 

Internalisierung von Zielen: Man macht sich die Ziele der übergeordneten Struktur zu eigen. Das Ziel eines Sportteams ist, die Meisterschaft zu gewinnen. So arbeitet der Sportler daraufhin, am Abschluss des Jahres den Titel des Meisters zu erringen.

 

Literatur:

John Barbuto, Richard Scholl: Motivation sources inventory: development and validation of new scales to measure an integrative taxonomy of motivation. In: Psychological Reports. 1998, Vol. 82, S. 1011–1022.

Portrait Andreas Kerneder

Autor

Andreas Kerneder
Gründer / Geschäftsführer
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