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Wohlbefinden als Motivationsantrieb: So arbeiten Ihre Mitarbeiter produktiv

Dass ein Mensch sich wohl fühlen muss, damit er fokussiert, fröhlich und leistungsstark bleiben kann, das liegt auf der Hand. Gerade im Arbeitsumfeld ist es also wahnsinnig wichtig, dass Mitarbeiter sich wohlfühlen, da sie andernfalls ihre Arbeit nicht konzentriert und mit voller Leistungskapazität verrichten können. Doch was bedeutet Wohlbefinden nun eigentlich genau und welche sind Faktoren, die wichtig dafür sind?

Wohlbefinden – eine Definition

Im Allgemeinen wird unter Wohlbefinden verstanden, dass ein Mensch sich in einem körperlich gesunden und geistig aktiven Zustand befindet, in dem er positiv mit seinem Umfeld in Einklang steht.

Wohlbefinden – Die Bedeutung im Arbeitskontext

Fühlt sich ein Mensch nicht wohl, führt dies zu Stress auf unterschiedlichen Ebenen. Da das Stress-Gefühl aus diversen Gründen immer damit einhergeht, dass der Mensch an Konzentrationsschwierigkeiten leidet und somit seine Produktivität sinkt, müssen Arbeitgeber dagegen ansteuern. Dabei gilt es, einen Arbeitsplatz zu schaffen, an den alle Mitarbeiter gerne kommen. So muss beispielsweise Raum dafür gegeben sein, dass Mitarbeiter auch mal abschalten können oder sie die Möglichkeit dazu haben, ihren Arbeitsplatz selbst zu gestalten. Arbeitgeber können sich auch einen genauen Überblick darüber machen, was ihren Mitarbeitern wichtig ist, indem sie beispielsweise eine Evaluation durchführen. Welche die allgemeinen Faktoren für das Wohlbefinden aller Mitarbeiter sind, wird im Folgenden beschrieben.

Faktoren für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Damit sich die Belegschaft rundum wohl an ihrem Arbeitsplatz fühlt, gilt es seitens des Arbeitgebers verschiedene Faktoren zu beachten. Damit Angestellte sich insgesamt wohlfühlen, ist es zunächst sehr wichtig, dass ein angenehmes Betriebsklima geschaffen wird, indem eine vertrauensvolle Basis aller Parteien zum Standard gehört. So sollten Mitarbeiter und Geschäftsführer offen miteinander reden können. Gerade Mitarbeiter dürfen nicht das Gefühl von Ängstlichkeit verspüren, wenn sie Feedback oder Anmerkungen geben wollen. Auch Fairness sollte an dieser Stelle ganz groß geschrieben werden, sodass insgesamt eine positive Arbeitsatmosphäre gegeben ist. Kommt es doch einmal zu Konflikten im Unternehmen, so sollte es in einem guten Betriebsklima auch kein Problem sein, diese schnell wieder aus der Welt zu schaffen. Zuhören ist hierbei das A und O.

Angemessene Belastung

Fühlen sich Mitarbeiter so, als würden sie ihr Arbeitspensum nicht mehr schaffen, entsteht das Gefühl von Überforderung und somit Stress. Doch nicht nur Überforderung schadet den Mitarbeitern, sondern auch Unterforderung. Dadurch wird schnell Langeweile hervorgerufen, wobei viele dann nicht mehr den Sinn ihrer eigenen Arbeit erkennen können. Über- und Unterforderung führen jeweils zu Motivationsverlust, weswegen Aufgaben nach den entsprechenden Fähigkeiten an die Mitarbeiter vergeben werden müssen. So ist den Angestellten auch der Wert ihrer Aufgabe klar, sodass sie motiviert bleiben.

Wertesystem

Menschen fühlen sich wohler, wenn sie in Kreisen verkehren, die ähnliche Wertevorstellungen haben wie sie selbst. Das selbe gilt auch für die Arbeitsstätte. So fällt es Menschen einfacher, Motivation zum Arbeiten zu finden, wenn sie dies für ein Unternehmen tun, dem vergleichbare Normen und Werte wichtig sind. Eine effektive Kommunikation innerhalb des Unternehmens hilft dabei, diese Werte und auch die Ziele erfolgreich zu schildern.

Chancen zum Weiterentwickeln

Damit Mitarbeiter nicht irgendwann unterfordert sind und motiviert bleiben, ist es wichtig, ihnen Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten. So sollten gewisse Förderungen und Wechsel der Aufgaben stattfinden, damit Angestellte ihre Arbeitsprozesse nicht monotonisieren. Wird Arbeit monoton, kommt es nämlich zum Leistungsnachlass durch Lustlosigkeit und Frustration. Wenn Arbeitgeber ihren Mitarbeitern also individuelle Fortbildungsmöglichkeiten bieten, steigern sie dadurch die Produktivität, Motivation und auch die Attraktivität des Unternehmens.

Aufstiegsmöglichkeiten

Wenn ein Mitarbeiter sich in einer Firma innerhalb seiner Jobposition nicht mehr weiterentwickeln kann, sollte es sich der Vorgesetzte zur Aufgabe machen, eine geeignete andere Stelle innerhalb des Unternehmens für ihn zu finden. Auch dies gehört zur Förderung dazu! Das zeigt dem Mitarbeiter, dass es seinem Arbeitgeber wichtig ist, dass er in dem Unternehmen gehalten werden will und, dass er nicht einfach ersetzbar ist. So wird Mitarbeiterbindung durch Loyalität und Wohlbefinden geschaffen.

Ergonomie

Durch Ergonomie am Arbeitsplatz werden Mitarbeiter auf lange Sicht gesund gehalten. Werden seitens der Geschäftsführung keine ergonomischen Arbeitsplätze eingerichtet, wird die Gefahr eingegangen, dass die Belegschaft schnell an Muskel-Skelett-Erkrankungen leidet. Da diese Art von Erkrankungen, wie beispielsweise Rückenleiden, nicht von einen auf den anderen Tag wieder behoben ist, geht der Arbeitgeber das Risiko längerer Krankenausfälle ein. So machen zum Beispiel der richtige Bürostuhl, ein angemessen großer Monitor (mindestens 22 Zoll) und auch eine geeignete Beleuchtung den Unterschied, wie oft und lange die Mitarbeiter krank sind. Es sollte also unbedingt auf eine geeignete ergonomische Büromöbelausstattung geachtet werden, damit das Team gesund bleibt und sich niemand mit der Zeit aufgrund von physischen Problemen unwohl fühlt.

Ordnung

Natürlich ist es vorteilhaft, den eigenen Schreibtisch auch ordentlich zu halten, um einen kühlen Kopf zu bewahren und keine lästigen Sucharbeiten erledigen zu müssen. Dazu müssen Dokumente nur anständig abgeheftet oder nach einem System auf dem Schreibtisch abgelegt werden. So sollten erledigte Aufgaben und fertig bearbeitete Dokumente direkt in einen Ordner geheftet werden, veraltete Notizen in den Papierkorb geschmissen und aktuelle Aufgaben sinnvoll auf dem Schreibtisch sortiert sein. Es wird zwar gesagt, dass zumindest die Kreativen in ihrem Chaos gut zurecht kommen, Fakt ist jedoch, dass jeder sich an einem ordentlichen Arbeitsplatz wohler fühlt und effektiver arbeiten kann. Deshalb sollte der Vorgesetzte als gutes Beispiel voran gehen und seine Mitarbeiter auch dazu auffordern, ihre Schreibtische ordentlich zu halten, sollte dies nicht ohnehin schon der Fall sein. Damit Mitarbeiter sich nicht nur an ihrem Platz wohlfühlen, sondern in der ganzen Firma, muss der Geschäftsführer sich darum kümmern, dass auch die Gemeinschaftsräume ordentlich sind. Ob nun jeder Mitarbeiter selbst für Ordnung sorgen muss oder dies von einem externen Dienstleister übernommen wird, der in der Firma aufräumt, das sollte gut überlegt sein.

Sauberkeit

Was jedoch klar auf der Hand liegt ist, dass ein externer Dienstleister zum Putzen der Gemeinschaftsräume, wie den Sanitärräumen, den Aufenthaltsräumen und der Küche engagiert werden sollte. Mitarbeiter der eigenen Firma sollten keine wertvolle Zeit mit Reinigungsaufgaben verbringen und dadurch würden sie auch schnell die Motivation verlieren, für das Unternehmen zu arbeiten. Wird die Firma nicht regelmäßig geputzt, wird sich unter den Mitarbeitern schnell Unwohlsein breit machen, denn im Dreck möchte niemand gern arbeiten. Und dabei ist nicht nur das Wohlbefinden ein wichtiges Kriterium. Vielmehr geht es um die Hygiene, die ausschlaggebend für die Krankenausfälle in einem Unternehmen ist. Wird also kein externer Dienstleister engagiert, der regelmäßig zum Reinigen vorbeikommt, werden die Krankentage der Belegschaft stark ansteigen. Das Gute ist: Der Putzdienstleister kann auch gleich die Aufräumarbeiten mit erledigen.

Diese acht erläuterten Faktoren sind maßgeblich dafür, wie wohl sich ein Mensch in seinem Arbeitsumfeld fühlt. Gleichermaßen ist das Wohlbefinden ein wichtiges Kriterium dafür, wie motiviert jemand arbeitet und die Motivation wiederum ist eine wichtige Komponente für den Grad der Leistungsstärke. Zusammenfassend bedeutet das, dass Sie als Geschäftsführer alles daran setzen sollten, dass sich Ihre Mitarbeiter im Unternehmen sehr wohl fühlen, da sie dann motivierter ergo produktiver und effektiver arbeiten.

Wenn ein Mensch keinen Grund hat, etwas zu tun, so hat er einen
Grund, es nicht zu tun.

von Walter Scott

Autor

Sonja Tauscher

Sonja Tauscher hat 2015 ihren Bachelor in Medien- und Wirtschaftspsychologie absolviert und war daraufhin mit ihren 21 Jahren die Welt erkunden. Seitdem sie wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist, arbeitet sie als Junior Content Marketing Managerin bei BOOK A TIGER.

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Kommentar von Sandra |

Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Die Punkte sind alle so wahr und ich kann definitiv bestätigen, wie belastend und demotivierend es ist, wenn sie nicht erfüllt werden, noch dazu, wenn keiner der Punkte passt. Bei uns ging es schon los mit der Ergonomie - wird duften nicht einmal unsere Tische niedriger stellen, um sie auf unsere individuellen Körpergrößen anzupassen, was entsprechend zu Verspannungen und Migräne führte. Und auch die Kommunikation oder Arbeitsbelastung haut einfach hinten und vorne nicht hin. Wir wählen jetzt einen Betriebsrat, den wir auf spezielle Seminare zum Thema unter anderem für den Arbeits- und Gesundheitsschutz von https://www.ifb.de schicken, in der Hoffnung, das der ein bisschen mehr Macht haben wird, damit sich etwas ändert. Daher sind Artikel wie dieser von Ihnen wirklich klasse und öffnen vielleicht dem ein oder anderen ein Stück weit die Augen.

Vg Sandra

Antwort von Andreas Kerneder

Hallo Sandra,

vielen Dank für deinen Kommentar, der wieder mal aufzeigt, wie wichtig die beschriebenen Inhalte doch sind. Ich hoffe sehr, dass der in Zukunft gewählte Betriebsrat zu einer Verbesserung der Situation führt und ich würde mich wirklich freuen, wenn Sie uns diesbezüglich auf dem Laufenden halten. 

Ich wünsche noch einen schönen und erholsamen Abend.

Herzliche Grüße
Andreas