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Digitale Arbeitswelt: Junge Köpfe treiben die Digitalisierung voran

Durch technologische Fortschritte in den letzten Jahren bemerken immer mehr Mitarbeiter die Digitalisierung des Arbeitsmarktes. Ständig werden noch komplexere Software-Lösungen angeboten, die immer mehr können. Ein Programm sagt mir, wer der beste Bewerber für eine Stelle ist und ein Großteil der Kommunikation in Unternehmen findet digital statt. Autos brauchen keinen Fahrer mehr und heute früh habe ich im Radio gehört, dass bereits daran gearbeitet wird, dass Flugzeuge in Zukunft ohne Piloten gesteuert werden. Aus heutiger Sicht eine beängstigende Vorstellung, aber wer hätte vor 10 Jahren gedacht, dass wir 2017 alle mit Handys ohne Tasten herumlaufen würden. Oder dass ein Kellner auf den Block verzichtet um Getränke und Speisen aufzunehmen, da dieser vom Orderman abgelöst wurde. Oft bekommt man dabei schon während der Bestellung sein Getränk serviert. Letzte Woche dachte ich noch das wäre revolutionär, doch auf einmal hatte ein Kellner dieses Kassensystem sogar schon am Handy installiert.

Digitalisierung in jungen Jahren

Die Digitalisierung trifft uns in fast allen Bereichen unseres Alltages und sie findet auch immer früher im Leben eines jungen Menschen statt. Meine 10-jährige Cousine hat mir letztes Wochenende erzählt, dass sie in der Schule mit einem virtuellen Klassenzimmer arbeiten. Eine Plattform, in der die Hausaufgabe hinauf geladen werden, der Prüfungsstoff für die nächsten Schularbeiten verfügbar ist und Anleitungen für Projektarbeitern heruntergeladen werden können. Das heißt, jedes Kind braucht ein Smartphone, einen Laptop oder PC und auf jeden Fall einen Drucker, da Dokumente nicht mehr von der Schule ausgedruckt werden. So etwas wäre zu meiner Zeit nicht vorstellbar gewesen, obwohl ich mich selbst noch immer als „jungen Menschen“ bezeichnen würde. Die einen werden jetzt sagen, ist doch toll, dass Kinder so früh wie möglich in die digitale Welt eintauchen, andere werden wiederum sagen, warum muss dies so früh passieren – können Kinder nicht ein paar Jahre genießen, ohne ständig erreichbar und online sein zu müssen?

Generation Y treibt die Digitalisierung voran

Doch gerade weil die Generation Y mit der digitalen Welt aufgewachsen ist und die Vorteile davon erkennt, treiben sie die Digitalisierung voran. Laut einer Studie von Eco (Verband der Internetwirtschaft e. V.) sehen 47 % der 18 bis 30-jährigen starke Veränderungen am Arbeitsmarkt, wenn es um die Digitalisierung geht. Rund 79 % dieser stehen diesem digitalen Fortschritt positiv gegenüber. 44 % der unter 34-jährigen sind der Meinung, dass sie durch die Digitalisierung das Berufs- und Privatleben besser unter einen Hut bekommen. In der allgemeinen deutschen Bevölkerung sind rund ein Drittel der gleichen Meinung. Junge Köpfe sehen eine große Chance in der Digitalisierung der Arbeitswelt und nehmen Arbeitgeber, die mit diesem Trend gehen, attraktiver wahr. Vor allem die Flexibilität kommt bei der Generation Y besonders gut an.

Digitalisierung schürt Angst

Horrorszenarien, in denen der Mensch von Robotern und Maschinen ersetzt wird und es in Zukunft keine Jobs mehr gibt, sind weit verbreitet. Auch wenn sich vermutlich viele Berufssparten und Vorgehensweisen enorm verändern werden, wird der Mensch nie überflüssig werden. Jetzt kann es natürlich sein, dass diese Annahme meinem Optimismus entspringt, doch einfach die Augen und Ohren davor zu verschließen ist vermutlich auch nicht viel besser. In vielen Unternehmen habe ich aber das Gefühl, dass genau dies passiert - Scheuklappen rauf, nicht nach links und rechts schauen und lieber alles so belassen wie es ist. Ich denke aber, dass die Digitalisierung jedes Unternehmen früher oder später einholen wird, und es dann immer schwieriger werden wird, gewisse Dinge nachzuholen. Dabei bieten digitale Tools und Softwarelösungen große Chancen und vor allem auch im HR- und Personalbereich einen echten Mehrwert. Warum werden zum Beispiel immer noch Mitarbeiterbefragungen mit der Hand ausgefüllt und mühselig ausgewertet, wenn dies ebenso gut mit ein paar Klicks möglich wäre? Meiner Einschätzung nach eine Frage der Gewohnheit, nicht umsonst hängt die Generation X so extrem am Papier. Alles muss in ausgedruckter Form vorliegen, eine digitale Datenbank ist teilweise noch undenkbar. Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich meiner Mutter dabei zusehen, wie sie stapelweise ihre Kontoauszüge sammelt, weil sie Online Banking rigoros ablehnt.

Vorteile der Digitalisierung

Welche Vorteile ergeben sich nun aus der Digitalisierung? Welcher Nutzen könnten sich zum Beispiel aus einer digitalen Mitarbeiterbefragung ergeben?

Es spart Zeit

Eines der wichtigsten Güter dieser Erde – die Zeit. Mit einer digitalen Form einer Mitarbeiterbefragung spart man sich einiges davon. Zum einen ist die Vorbereitungszeit wesentlich kürzer, da die Fragen einfach in eine Software eingegeben werden, anstatt 1000 Kopien zu erstellen. Die Fragebögen müssen nicht ausgeteilt werden, sondern ein Link wird per E-Mail verschickt, der zur Umfrage führt. Zum anderen wird bei der Auswertung eine Menge an Zeit gespart. Mit ein paar Mausklicks sind die Ergebnisse der Umfrage zusammengefasst ablesbar.

Es spart Geld

Ein Faktor der sehr oft unterschätzt wird. Druckkosten sind in vielen Unternehmen echte Kostenfresser. Hier kann mit der digitalen Datenverarbeitung einiges an Geld eingespart werden. Auch die Personalkosten, die für eine solche Mitarbeiterbefragung anfallen, sind nicht zu unterschätzen.

Es spart Platz

Stellen Sie sich vor, Sie müssen die Fragebögen von 1000 Mitarbeiter sammeln und aufbewahren und das jedes Jahr. Da kommt einiges zusammen. In digitaler Form brauchen die Daten keinen Platz und es ist viel unkomplizierter, sich zum Beispiel die Ergebnisse der letzten 5 Jahre noch einmal anzusehen.

Es spart Maßnahmen

Viele Unternehmen machen einmal im Jahr eine Mitarbeiterbefragung. Die Auswertung davon dauert dann ca. sechs Monate. Die Maßnahmen, die für die analysierten Probleme entworfen werden, benötigen zusätzlich noch einmal in etwa die gleiche Zeit. Bis zur Umsetzung der erstellten Maßnahmen kann schnell einmal ein Jahr vergehen. Nun werden diese durchgeführt, die für einen alten Ist-Zustand, der vor einem Jahr erhoben wurde, entwickelt wurden. Somit kommen solche Maßnahmen meist viel zu spät. Mit einer digitalen Mitarbeiterbefragung können Probleme dort angepackt werden, wo sie entstehen. Durch die schnelle Auswertung der Befragung kann innerhalb kurzer Zeit der Ist-Zustand abgebildet und sofort Maßnahmen entwickelt werden. Somit können aktuelle Probleme zeitnah angesprochen und daran gearbeitet werden.

Ein schwieriges Thema bei dem oft die Meinungen zwischen Generationen auseinandergehen. Ich bin gespannt welche Meinungen Sie dazu haben! Schreiben Sie dazu einfach Ihr Kommentar unten in die Comment Box!

 

Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen,
hätten sie gesagt schnellere Pferde.

von Henry Ford

Portrait Carina Andorfer

Autor

Carina Andorfer
Psychologin

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