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Episode 70: HR sucht neues Zuhause

HR geht, People [&] Culture kommt. Doch auch wenn der erste Eindruck nach Kultur schreit, bedeutet die reine Umbenennung nicht, dass auch Kultur drin steckt. HR befindet sich ganz klar in einem Wandel und die Anforderungen an diesen Bereich haben deutlich zugelegt. Doch was braucht die Kulturabteilung, um wirklich wirksam zu sein?

Hund namens HR sucht neues Zuhause

Der Trend ist klar erkennbar: Was früher als HR bezeichnet wurde, nennt sich heute immer häufiger People & Culture. Auf den ersten Blick könnte dies als Zeichen für eine stärkere Fokussierung auf die Unternehmenskultur interpretiert werden. Doch was verbirgt sich wirklich hinter dieser Umbenennung? Und reicht ein neuer Name aus, um die gewünschten Veränderungen zu erzielen?

Der Wandel von HR zu People & Culture

Die Umbenennung von Human Resources zu People & Culture spiegelt die veränderten Erwartungen an den Personalbereich wider. Während der klassische HR-Bereich traditionell eher auf administrative und organisatorische Aufgaben fokussiert war, steht heute der Mensch – und die Kultur, die ihn umgibt – zunehmend im Vordergrund. Dieser neue Ansatz betont, dass die Mitarbeitenden und die Unternehmenskultur den Kern einer erfolgreichen Organisation bilden. Doch ist eine Namensänderung allein ausreichend, um tatsächlich eine kulturelle Transformation zu bewirken?

Anforderungen an eine wirksame Kulturabteilung

Damit die Kulturabteilung den gewünschten Effekt erzielt und nicht nur oberflächlich agiert, bedarf es tiefgreifender Maßnahmen. Eine wirklich wirksame People & Culture-Abteilung zeichnet sich durch die folgenden Merkmale aus:

1. Etablierung einer starken Vision und klarer Werte

Der Wandel beginnt mit einer klaren Vorstellung davon, welche Werte und Überzeugungen die Unternehmenskultur prägen sollen. Die Kulturabteilung sollte daher nicht nur bestehende Werte pflegen, sondern auch eine starke Vision entwickeln, die inspirierend und zukunftsorientiert ist. Diese Vision und die zugehörigen Werte müssen im gesamten Unternehmen verankert werden, um eine echte, einheitliche Kultur zu schaffen.

2. Proaktive Kulturarbeit leisten

Eine erfolgreiche People & Culture-Abteilung reagiert nicht nur auf bestehende Probleme, sondern handelt proaktiv. Das bedeutet, dass sie kontinuierlich daran arbeitet, eine positive Unternehmenskultur zu fördern und weiterzuentwickeln. Hierzu gehören regelmäßige Initiativen zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und Maßnahmen, die das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden verbessern. Durch eine aktive und vorausschauende Kulturarbeit können potenzielle Probleme frühzeitig erkannt und adressiert werden.

3. Einbeziehung der Mitarbeitenden

Eine gesunde Unternehmenskultur kann nur entstehen, wenn die Mitarbeitenden aktiv einbezogen werden. Die People & Culture-Abteilung sollte daher auf offenen Austausch und Partizipation setzen, um sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden gehört werden und sich aktiv an der Gestaltung der Unternehmenskultur beteiligen können. Dies fördert nicht nur die Motivation, sondern stärkt auch das Vertrauen in die Organisation.

4. Messbare Ergebnisse liefern

Wie bei anderen Unternehmensbereichen ist es auch für die Kulturarbeit entscheidend, die Ergebnisse regelmäßig zu überprüfen und messbare Ziele zu setzen. Die Kulturabteilung sollte klare Indikatoren definieren, um den Erfolg ihrer Initiativen messbar zu machen. Beispiele hierfür sind Mitarbeiterbefragungen, regelmäßige Feedback-Schleifen und Analysen der Mitarbeitendenbindung. Auf diese Weise kann die Kulturarbeit kontinuierlich angepasst und verbessert werden.

Fazit: Der Name ist ein Anfang, aber echte Kulturarbeit erfordert mehr

Der Wechsel von HR zu People & Culture signalisiert einen wichtigen Wandel in der Art und Weise, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden betrachten und behandeln. Doch um diesen Wandel nachhaltig und wirksam zu gestalten, bedarf es mehr als nur einer Namensänderung. Es braucht ein tiefgehendes Verständnis für die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und eine echte Auseinandersetzung mit der Unternehmenskultur. Nur durch klare Visionen, proaktive Kulturarbeit, Mitarbeitereinbindung und messbare Erfolge kann die Kulturabteilung einen positiven und langfristigen Einfluss auf das Unternehmen ausüben.

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