Episode 64: Denn sie wissen nicht was passiert
Mal wieder die x-te Mitarbeiterbefragung ohne Ziel und Inhalte, die bearbeitbare Ergebnisse zulassen würden. Zusätzlich noch eine externe Beratung, die das Thema Führungskräfte angehen soll. Den Jungs von zweikern ist manchmal nicht ganz klar, warum zu selten der Versuch gestartet wird, die verschiedenen Prozesse einer kulturellen Entwicklung zusammenzuführen.

Die Welt der Kulturentwicklung in Unternehmen wirkt manchmal paradox. Jeder spricht darüber, aber wenn man sich die Google-Suchanfragen ansieht, scheint das Interesse an einer tieferen Auseinandersetzung eher gering zu sein. Es wirkt fast so, als hätte jede*r bereits eine genaue Vorstellung davon, wie Kulturentwicklung zu funktionieren hat. Doch in der Realität sieht es anders aus: Oft laufen parallele Entwicklungsprozesse ab, die auf dasselbe Ziel abzielen, jedoch unabhängig voneinander organisiert sind. In Episode 64 von „Senf statt Sänfte“ nehmen Jonas und Andreas das Thema der unkoordinierten Entwicklungsmaßnahmen unter die Lupe und diskutieren, wie diese Maßnahmen besser aufeinander abgestimmt werden könnten.
Parallele Entwicklungsprozesse und ihr Scheitern
Nehmen wir das Beispiel der Mitarbeiterbefragungen. Diese werden oft unabhängig von den übergeordneten Unternehmenszielen durchgeführt – meist nach dem Motto: „Das machen wir halt einfach mal.“ Hinzu kommen Mitarbeitergespräche, die in regelmäßigen Abständen abgehalten werden sollen, sowie externe Coaches, die Führungskompetenzen vermitteln. Doch all diese Maßnahmen stehen selten in einer direkten Beziehung zueinander und sind nicht auf eine gemeinsame Zielsetzung abgestimmt.
Das Ergebnis? Ein Wirrwarr an Maßnahmen, das für Mitarbeitende und Führungskräfte schwer nachvollziehbar ist. Jonas und Andreas stellen die Frage, wie sinnvoll es ist, isolierte Entwicklungsmaßnahmen zu verfolgen, und betonen, dass solche unkoordinierten Ansätze in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt sind. Denn wenn die Maßnahmen nicht aufeinander abgestimmt sind, fehlt der rote Faden, und die Mitarbeitenden verlieren schnell den Überblick darüber, wofür welche Maßnahme überhaupt durchgeführt wird.
Warum Entwicklungsmaßnahmen aufeinander abgestimmt sein sollten
Ein entscheidender Punkt, den Jonas und Andreas hervorheben, ist die Notwendigkeit, Entwicklungsmaßnahmen miteinander zu verknüpfen. Wenn Maßnahmen wie Mitarbeiterbefragungen, Feedbackgespräche und Führungstrainings auf gemeinsame Ziele ausgerichtet sind, schaffen sie Synergien und werden für die Mitarbeitenden verständlicher und nachvollziehbarer. Eine kohärente Strategie erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Maßnahmen nachhaltig wirken und tatsächlich zur gewünschten Kulturentwicklung beitragen.
Die beiden diskutieren, dass es entscheidend ist, eine klare Linie zu verfolgen und die Maßnahmen aufeinander abzustimmen. So kann eine Unternehmensstrategie entwickelt werden, bei der jede Maßnahme ein Teil des großen Ganzen ist und die Entwicklungsprozesse sinnvoll ineinandergreifen.
Wie es besser funktionieren könnte
Jonas und Andreas teilen ihre Gedanken darüber, wie Unternehmen Entwicklungsprozesse effektiver gestalten können. Dazu gehört:
Integration der Maßnahmen: Anstatt verschiedene Maßnahmen nebeneinander laufen zu lassen, sollten diese sinnvoll miteinander verknüpft werden. Beispielsweise können die Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen als Grundlage für Feedbackgespräche dienen.
Klarheit und Transparenz: Mitarbeitende sollten verstehen, wofür welche Maßnahme durchgeführt wird. Dies schafft Vertrauen und erhöht die Akzeptanz.
Regelmäßige Abstimmung: Entwicklungsmaßnahmen sollten regelmäßig überprüft und angepasst werden, um sicherzustellen, dass sie weiterhin den Unternehmenszielen entsprechen.
Strategische Planung: Eine sorgfältige Planung und klare Kommunikation helfen dabei, dass die Maßnahmen nicht isoliert, sondern als zusammenhängender Prozess wahrgenommen werden.
Fazit: Ein koordiniertes Vorgehen als Schlüssel zum Erfolg
In Episode 64 von „Senf statt Sänfte“ betonen Jonas und Andreas, dass Entwicklungsmaßnahmen nur dann nachhaltig erfolgreich sein können, wenn sie aufeinander abgestimmt sind und in einem übergreifenden Kontext stehen. Unternehmen, die eine kohärente Strategie verfolgen und die verschiedenen Maßnahmen miteinander verbinden, schaffen eine Kultur, die Veränderung begünstigt und die Mitarbeitenden aktiv einbindet. Ein koordiniertes Vorgehen ermöglicht es, die Ziele besser zu erreichen und eine authentische Unternehmenskultur zu fördern, die tatsächlich auf die Bedürfnisse und Ziele der Organisation eingeht.
Viel Spaß beim Reinhören!
