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Episode 60: Immer schön positiv!

In Episode 60 von Senf statt Sänfte dreht sich bei Jonas und Andreas alles um den Prozess des Framings. Hierbei werden teils komplexe Informationen aufbereitet und strukturiert, sodass eine bestimmte Problemdefinition, Ursachenzuschreibung, moralische Bewertung oder Handlungsempfehlung in der jeweiligen Thematik betont wird.

Frau hält sich Orangen vor das Gesicht - Senf statt Sänfte

In den USA könnte die Freude gerade nicht größer sein: Die Impfrate ist hoch, und die Menschen sind positiv gestimmt. Die dortige Berichterstattung konzentriert sich stark auf die positiven Entwicklungen der Impfkampagne und lässt negative Aspekte, wie Ansteckungs- und Todesraten, bewusst weniger betont zurücktreten. Durch diese gezielte Hervorhebung bestimmter Informationen – ein Prozess, der als Framing bezeichnet wird – werden Teilaspekte der Corona-Informationen hervorgehoben, um eine positive Stimmung zu fördern. In Episode 60 von „Senf statt Sänfte“ diskutieren Jonas und Andreas, wie Framing funktioniert und welche Auswirkungen es haben kann – sowohl positive als auch negative.

Was ist Framing?

Framing ist ein Begriff, der beschreibt, wie Informationen präsentiert werden, um eine bestimmte Reaktion oder Wahrnehmung zu erzeugen. Es geht darum, welche Aspekte einer Information hervorgehoben und welche möglicherweise ausgeblendet werden. Bei der Berichterstattung zur Corona-Pandemie wird beispielsweise in den USA aktuell ein positiver Rahmen gesetzt, der die Impfbereitschaft und die Rückkehr in den Alltag unterstützt. Diese Form der Präsentation kann Menschen motivieren und ihnen helfen, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Doch Framing hat auch seine Schattenseiten. Wenn Informationen auf eine Weise dargestellt werden, die ein verzerrtes Bild der Realität vermittelt, kann dies manipulativ wirken und zu Fehlinterpretationen führen. Jonas und Andreas zeigen in dieser Episode, dass Framing in der täglichen Projektarbeit ebenso relevant ist, wenn es darum geht, wie Unternehmen Themen und Prozesse kommunizieren.

Framing in der Pandemie-Berichterstattung

Während die positiven Effekte der Impfkampagne in den Vordergrund gestellt werden, werden negative Informationen – wie etwa über Ansteckungsraten – weniger betont. Diese Strategie hilft, eine kollektive Aufbruchsstimmung zu erzeugen und trägt dazu bei, dass die Bevölkerung motiviert ist, sich impfen zu lassen und sich auf eine Rückkehr zur Normalität zu freuen.

Andreas betrachtet dieses Vorgehen als sinnvoll, insbesondere in der aktuellen Situation, in der die Menschen positive Impulse benötigen, um die Auswirkungen der Pandemie hinter sich zu lassen. Dennoch stellt sich die Frage, ob diese selektive Informationsvermittlung langfristig problematisch sein kann. Wenn nur bestimmte Aspekte einer Nachricht hervorgehoben werden, können Menschen ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit erhalten, was unter Umständen zu falschen Annahmen und Entscheidungen führt.

Framing in der Unternehmenskommunikation

Auch in der Unternehmenswelt spielt Framing eine wichtige Rolle. Jonas und Andreas berichten aus ihrer Projektarbeit, dass die Art und Weise, wie Botschaften kommuniziert werden, entscheidend dafür ist, wie Mitarbeitende auf Veränderungen reagieren. Indem Unternehmen positive Aspekte betonen, lassen sich Mitarbeitende leichter für neue Projekte und Veränderungen begeistern. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Einseitige oder manipulativ geframte Kommunikation kann das Vertrauen untergraben und zu Skepsis führen.

In der Episode teilen die beiden persönliche Anekdoten, die zeigen, wie Framing im Arbeitsalltag zum Einsatz kommt und welche Herausforderungen es mit sich bringt. Eine gute Unternehmenskommunikation sollte darauf achten, ein ausgewogenes Bild zu vermitteln, das sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen eines Vorhabens widerspiegelt.

Fazit: Die Macht des Framings verstehen

Framing ist ein mächtiges Werkzeug, das sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann. Es beeinflusst, wie Informationen wahrgenommen und Entscheidungen getroffen werden. In Episode 60 von „Senf statt Sänfte“ verdeutlichen Jonas und Andreas, dass das bewusste Setzen von Rahmenbedingungen in der Kommunikation nützlich sein kann, um positive Stimmungen zu fördern. Allerdings ist es wichtig, Framing mit Bedacht einzusetzen und darauf zu achten, dass die Informationen ausgewogen und transparent vermittelt werden.

Viel Spaß beim Reinhören!

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