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Episode 53: Kulturentwicklung zur Außenwirkung

Instagram und die kulturelle Entwicklung eines Unternehmens sind gar nicht so verschieden. Beides ist oftmals ziemlich oberflächlich. Viele angestoßene Projekte zur Entwicklung der Organisationskultur dienen rein der Außenwirkung und sind von der intendierten Wirkung nach innen weit entfernt.

Kulturentwicklung zur Außenwirkung - Senf statt Sänfte

Auf den ersten Blick haben Instagram und die kulturelle Entwicklung eines Unternehmens wenig gemeinsam. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass beide überraschende Parallelen aufweisen. Sowohl Instagram als auch viele Unternehmenskulturprojekte sind oft von Oberflächlichkeit geprägt und dienen in erster Linie der Außenwirkung, ohne wirklich tiefgreifende Veränderungen zu bewirken. In Episode 53 von „Senf statt Sänfte“ diskutieren Jonas und Andreas, warum echte Kulturentwicklung mehr als nur ein gutes Image erfordert und wie Unternehmen von der Oberfläche in die Tiefe gehen können.

Oberflächlichkeit in der Unternehmenskultur

Viele Unternehmen initiieren Projekte, um ihre Organisationskultur zu entwickeln, aber diese Maßnahmen bleiben oft an der Oberfläche. Statt wirklicher Veränderungen geht es vor allem darum, ein positives Bild nach außen zu vermitteln. Workshops und Events zur Kulturentwicklung finden statt, doch die tatsächliche Wirkung innerhalb des Unternehmens bleibt minimal. Die Priorität liegt auf dem Image, während die Umsetzung echter Werte und Verhaltensänderungen vernachlässigt wird.

Jonas und Andreas beleuchten, dass viele dieser Initiativen mehr der PR als der tatsächlichen Veränderung dienen. Das Ziel scheint oft zu sein, nach außen hin modern und werteorientiert zu wirken, anstatt im Unternehmen eine Kultur zu schaffen, die von allen Mitarbeitenden gelebt wird. So entsteht eine Diskrepanz zwischen der gewünschten Außenwirkung und der Realität, die letztlich die Glaubwürdigkeit untergräbt.

Der Vergleich mit Instagram: Außenwirkung versus Realität

Auf Instagram wird oft nur die perfekte, bearbeitete Version der Realität gezeigt. Es geht darum, schöne Momente und Erfolge zu teilen, während die weniger perfekten Aspekte ausgeblendet bleiben. Genau dieses Prinzip findet sich auch in vielen Kulturentwicklungsprojekten wieder. Die Unternehmenskultur wird nach außen hin als positiv und inspirierend dargestellt, während die tatsächlichen Herausforderungen und Defizite im Hintergrund bleiben.

Jonas und Andreas diskutieren, dass eine solche Herangehensweise langfristig nicht zielführend ist. Wenn die Kulturentwicklung nur als PR-Instrument genutzt wird, verliert sie an Glaubwürdigkeit. Die Mitarbeitenden erkennen schnell, wenn die nach außen kommunizierten Werte und Aussagen nicht mit dem tatsächlichen Arbeitsalltag übereinstimmen. Diese Diskrepanz führt dazu, dass die Projekte zur Kulturentwicklung als oberflächlich wahrgenommen werden und das Vertrauen in das Unternehmen sinkt.

Warum echte Kulturentwicklung mehr braucht

Echte Kulturentwicklung erfordert tiefgreifende Veränderungen, die nicht nur auf der Oberfläche bleiben. Jonas und Andreas betonen, dass es darum geht, Werte und Verhaltensweisen wirklich zu verändern und diese Veränderung fest in den Arbeitsalltag zu integrieren. Das bedeutet, dass Unternehmen nicht nur Projekte und Maßnahmen zur Verbesserung der Kultur umsetzen sollten, sondern auch die Grundhaltung und die Denkweise der Führungsebene und der Mitarbeitenden mit einbeziehen müssen.

Ein authentischer Wandel setzt voraus, dass das Unternehmen bereit ist, sich selbst kritisch zu hinterfragen und auch schwierige Themen anzugehen. Es geht darum, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die nicht nur nach außen hin strahlt, sondern auch intern von allen Beteiligten gelebt wird. Dies erfordert eine konsequente Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und Verhaltensmustern und den Willen, diese zu verändern, wenn sie den Zielen des Unternehmens im Weg stehen.

Fazit: Von der Oberfläche in die Tiefe

Die Entwicklung einer authentischen Unternehmenskultur sollte nicht wie ein Instagram-Feed sein, der nur die schönsten Momente zeigt. Stattdessen ist es wichtig, auch die Herausforderungen und weniger glanzvollen Aspekte sichtbar zu machen und daran zu arbeiten. Unternehmen, die ihre Kultur ernsthaft weiterentwickeln wollen, müssen bereit sein, in die Tiefe zu gehen und echte Veränderungen zu schaffen.

In Episode 53 von „Senf statt Sänfte“ plädieren Jonas und Andreas dafür, die Kulturentwicklung nicht als reines Imageprojekt zu betrachten, sondern als eine Möglichkeit, das Unternehmen von innen heraus zu stärken. Eine nachhaltige Kulturentwicklung bringt langfristige Vorteile, die nicht nur nach außen hin gut aussehen, sondern auch innerhalb des Unternehmens spürbar sind. Für eine wirkungsvolle Kulturentwicklung braucht es mehr als nur schöne Worte – es braucht eine konsequente Umsetzung und den Willen, wirklich etwas zu verändern.

Viel Spaß beim Reinhören!

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