Episode 31: Toxische Führungskräfte
Etwas mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer in Deutschland bewerten ihre eigene Führungskraft als unterdurchschnittlich. Welchen Schaden sogenannte "toxische Führungskräfte" der hauseigenen Unternehmenskultur zufügen können, ist Thema in Episode 31 von Senf statt Sänfte.

In Episode 31 des Podcasts „KERNTALK – Senf statt Sänfte“ beschäftigen sich Jonas und Andreas mit einem Thema, das in vielen Unternehmen leider nach wie vor aktuell ist: toxische Führung. Eine Studie aus dem Jahr 2015 ergab, dass fast 60 % aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ihre Führungskräfte als unterdurchschnittlich bewerten. Ganze 23 % gaben ihrer Führung die schlechteste Note, die möglich war. Diese Zahlen verdeutlichen, dass sogenannte „toxische Führungskräfte“ einen massiven negativen Einfluss auf die Unternehmenskultur haben können. In dieser Folge gehen Jonas und Andreas auf die Ursachen und Auswirkungen von toxischer Führung ein und beleuchten Lösungsansätze, um die Kultur in Unternehmen zu verbessern.
Toxische Führung: Ein unterschätztes Problem
Der Begriff „toxische Führung“ beschreibt Verhaltensweisen von Führungskräften, die das Arbeitsklima vergiften und Mitarbeitende demotivieren. Dazu zählen autoritäre, rücksichtlose oder manipulative Führungsstile, die das Wohlbefinden und die Leistung der Mitarbeitenden negativ beeinflussen. Toxische Führungskräfte schaffen oft eine Atmosphäre des Misstrauens und der Angst, in der sich Mitarbeitende nicht trauen, ihre Meinung zu äußern oder neue Ideen einzubringen.
Studien wie die von 2015 zeigen, dass ein erheblicher Teil der Belegschaft unter solchen Führungskräften leidet. Die Auswirkungen sind weitreichend: Mitarbeitende fühlen sich unwohl, die Motivation sinkt und die Fluktuation steigt. Ein solches Arbeitsklima kann nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeitenden beeinträchtigen, sondern auch den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gefährden.
Die Auswirkungen einer vergifteten Unternehmenskultur
Eine toxische Führung wirkt sich negativ auf die Unternehmenskultur und das gesamte Arbeitsumfeld aus. Wenn Führungskräfte durch unangemessenes Verhalten das Arbeitsklima vergiften, hat dies weitreichende Folgen. Mitarbeitende, die in einem solchen Umfeld arbeiten, sind häufiger gestresst, unzufrieden und weniger produktiv. Auch das Vertrauen in das Unternehmen schwindet, was zu einer erhöhten Fluktuation und einem Anstieg der Krankentage führen kann.
Jonas und Andreas diskutieren, dass eine vergiftete Unternehmenskultur nicht nur die Mitarbeitenden betrifft, sondern auch das gesamte Unternehmen. Wenn Mitarbeitende das Gefühl haben, dass ihre Stimme nichts zählt und sie lediglich „funktionieren“ sollen, sinkt die Bindung an das Unternehmen. Zudem verschlechtert sich das Image des Unternehmens nach außen, was es schwerer macht, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
Ursachen für toxische Führung
Toxische Führung entsteht oft durch unreflektierte Machtstrukturen und mangelnde Feedbackkultur. Führungskräfte, die ihre Position nutzen, um andere zu kontrollieren oder zu manipulieren, schaden dem Team und dem Unternehmen langfristig. Häufig fehlt es diesen Führungskräften an sozialen Kompetenzen und Selbstreflexion, was dazu führt, dass sie sich ihrer negativen Auswirkungen auf das Team nicht bewusst sind.
Ein weiterer Faktor ist die fehlende Unterstützung durch das Unternehmen selbst. Wenn keine klaren Werte und Standards für Führungskompetenz existieren, besteht die Gefahr, dass problematische Verhaltensweisen toleriert oder sogar gefördert werden. Unternehmen, die toxisches Verhalten nicht aktiv bekämpfen, schaffen ein Umfeld, in dem solche Verhaltensweisen gedeihen können.
Lösungsansätze zur Verbesserung der Unternehmenskultur
In Episode 31 sprechen Jonas und Andreas über verschiedene Lösungsansätze, um die Auswirkungen toxischer Führung zu minimieren und die Unternehmenskultur zu verbessern. Hier sind einige der wichtigsten Maßnahmen:
Klar definierte Führungswerte und -standards: Unternehmen sollten klare Standards für Führungskompetenzen entwickeln und diese transparent kommunizieren. Führungskräfte müssen wissen, welche Werte und Verhaltensweisen von ihnen erwartet werden und wie sie zur Unternehmenskultur beitragen können.
Feedback- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Toxisches Verhalten kann oft durch mangelndes Feedback und fehlende Selbstreflexion entstehen. Regelmäßige Feedbackgespräche und Schulungen zur persönlichen Weiterentwicklung sind wichtige Instrumente, um Führungskräften die Möglichkeit zur Reflexion zu geben und Verhaltensänderungen anzustoßen.
Offene Kommunikation fördern: Eine gute Unternehmenskultur basiert auf offener Kommunikation und Vertrauen. Mitarbeitende sollten sich sicher fühlen, Probleme anzusprechen und konstruktives Feedback zu geben. Unternehmen können dies fördern, indem sie eine Kultur des offenen Dialogs etablieren und Mitarbeitende ermutigen, sich einzubringen.
Mitarbeiterbefragungen und Kulturmessungen: Regelmäßige Befragungen und Kulturmessungen helfen, den aktuellen Zustand der Unternehmenskultur zu erfassen und problematische Bereiche zu identifizieren. Dadurch können Unternehmen gezielte Maßnahmen ergreifen und die Entwicklungen im Unternehmen langfristig beobachten.
Führungskräfteentwicklung und Coaching: Toxische Führung entsteht häufig durch unzureichende Schulungen und fehlende Kompetenzen. Unternehmen sollten ihre Führungskräfte durch gezielte Entwicklungsmaßnahmen und Coachings dabei unterstützen, soziale Kompetenzen zu entwickeln und ihre Führungsfähigkeiten zu verbessern.
Fazit: Toxische Führung erkennen und aktiv bekämpfen
Eine vergiftete Unternehmenskultur kann weitreichende negative Folgen haben – für die Mitarbeitenden, das Unternehmen und die Marke selbst. In Episode 31 von „KERNTALK – Senf statt Sänfte“ erläutern Jonas und Andreas, warum es so wichtig ist, toxische Führung frühzeitig zu erkennen und aktiv zu bekämpfen. Unternehmen, die eine starke, positive Kultur schaffen möchten, müssen sicherstellen, dass ihre Führungskräfte die richtigen Werte verkörpern und das Team unterstützen, statt es zu kontrollieren oder zu unterdrücken. Durch klare Werte, regelmäßiges Feedback und die Förderung offener Kommunikation können Unternehmen die Basis für eine nachhaltige und gesunde Unternehmenskultur schaffen.
Viel Spaß beim Reinhören!
